Jubiläumskonzert des Musikvereins begeisterte die Zuhörer

Geisenhausen. Nach 6 Jahren in der Aula der Mittelschule fand das traditionelle Frühjahrskonzert des
Musikvereins heuer wieder im Saal der Brauereigenossenschaft Geisenhausen statt. Die zahlreichen Konzertgäste
durften sich auf Blasmusik der Spitzenklasse freuen, denn sowohl der Musikverein als auch sein
Jugendblasorchester brillierten mit einem akribisch einstudierten Repertoire, das alle Geschmacksrichtungen
abdeckte.

Eröffnet wurde das Jubiläumskonzert zu seinem 40-jährigen Bestehen durch die Blechbläser des Musikvereins mit
einer Star Wars-Fanfare und dem Lagreiner Dunkelmarsch. Danach erfolgte die Begrüßung durch die erste
Vorsitzende des Vereins, Gaby Dax. Das Jugendblasorchester unter der Leitung seines neuen Dirigenten Helmut
Steinmeier begann sein Programm anschließend mit dem Marsch "Crans Montana" und der "Lydia-Polka", bevor es mit
einem Arrangement des 80er-Glamrock-Hits "The Final Countdown" sowie dem Filmmusik-Medley "The Star Wars Saga"
die Zuhörer begeisterte und sich in die Konzertpause verabschiedete.

Nach der Pause nahm Dirigent Ralf Remiger den Taktstock in die Hand. Die Musiker begannen ihr Programm mit dem
altrussischen Marsch "Abschied der Slawin", der abwechselnd mit sanften melancholischen Melodien und wuchtigen
Akkorden die Zuhörer in seinen Bann zog. Nach den Polkas "So schön klingt's böhmisch" und "Jubiläumsklänge"
zündete Remiger mit dem Marsch "Salemonia" ein musikalisches Feuerwerk, das bei den Konzertgästen ein Knistern
in den Ohren hinterließ.

Anschließend verleihten die Vorsitzenden des Vereins, Gaby Dax und Tobias Eggerbauer, Ehrenurkunden an
langjährige Mitglieder. Darunter fanden sich 7 Musiker der ersten Stunde, die auch nach 40 Jahren dem
Musikverein noch die Treue halten. Insgesamt wurden 370 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt, eine Zahl, die der in
bewährter Manier durchs Programm führende Schriftführer Jakob Horsch aufgriff, um hervorzuheben, wie wichtig
diese Mitglieder für den Verein sind. Außerdem wurden Michael Leyrer (Trompete) und Christiane Wallner
(Querflöte) das silberne Musikerleistungsabzeichen verliehen. Bedankt hat sich die Vorstandschaft außerdem bei
Familie Huggler, die wie jedes Jahr den Blumenschmuck für die Bühne zur Verfügung stellte.
Nach den Ehrungen folgten die Stücke "Fiesta della Costa", "Musik ist Trumpf" und eine Filmmusikadaption von
"Winnetou and Old Shatterhand". Natürlich ließ es sich der Dirigent auf Zurufen aus dem Publikum nicht nehmen,
mit dem "Regimentsgruß" noch eine Zugabe zum besten geben, bevor die Zuhörer mit der "Bayernhymne" endgültig
verabschiedet wurden.

Die Musiker und ihre Dirigenten freuten sich über die zahlreichen Konzertbesucher und waren mit ihrer Leistung
mehr als zufrieden. Dies war mit Sicherheit auch den vielen positiven Kommentaren der Zuhörer geschuldet.

 

Wir sind natürlich dabei!

Geisenhausen. Manche Geisenhausener mögen sich gewundert haben, warum heuer der traditionelle musikalische Frühschoppen des Musikvereins nicht stattfindet. Die Antwort liegt nicht sehr nah, genauer gesagt, in der Nähe von Bern in der Schweiz. Dorthin wurde der Frühschoppen nämlich verlegt, als der ersten Vorsitzenden Gaby Dax die Einladung zum 150-jährigen Jubiläum der Partnerkapelle aus Grasswil in den Briefkasten flatterte. Gewohnt professionell organisierte die Vereinschefin also einen Ausflug zu den Freunden in der Schweiz. In Zusammenarbeit mit Walter Deinböck und dem Präsidenten der Schweizer, Daniel Müller, gelang es wieder einmal, einen tollen Vereinsausflug auf die Füße zu stellen.

Mit den Musikern aus Grasswil verbindet die Geisenhausener eine langjährige Freundschaft, weshalb die Vorfreude vor allem bei den älteren Musikern groß war - sie hatten den letzten Besuch vor mehr als zehn Jahren noch gut in Erinnerung.

Am Freitagmorgen wurden die Siebensachen der Geisenhausener in den Bus gepackt und man machte sich auf den Weg nach Grasswil. Bei einer Pause am Rastplatz wurde die leckere organisierte Brotzeit mit Handwürste vom Herbergswirt Metzger Andreas Oberloher und Brezn, Brot und Semmeln von der Bäckerei Rauchensteiner genüsslich verspeist.

Bei der Ankunft in Grasswil wurden sie von herrlichem Spätsommerwetter und einem Imbiss begrüßt, welche auch nötig war, denn man spielte noch am gleichen Abend für die Schweizer ein kleines Konzert. Die Besucher nahmen Gefallen an der bayerischen Blasmusik und belohnten die Bemühungen der Geisenhausener mit reichlich Applaus, wobei das "Prosit der Gemütlichkeit" sich zwar als sehr populär erwies, von den Schweizern aber sicherlich noch einiger Übung bedarf. Zum Abschluss der Darbietung hatte Gaby Dax noch das Vergnügen, den Partnermusikern ein kleines Präsent als Zeichen der Freundschaft überreichen zu dürfen.

Tags darauf stand ein Ausflug nach Bern auf dem Programm, und die Geisenhausener Musiker hatten Gelegenheit, ihre Schweizer Franken gegen alle möglichen schönen Dinge des Lebens auszugeben. Bei wunderbarem Wetter genoßen sie ein kühles Bier oder Kaffee in der Sonne, und als man am Spätnachmittag wieder nach Grasswil zurückkehren musste, wären der eine oder andere sicherlich gerne noch länger in der malerischen Schweizer Hauptstadt geblieben. Der Abend wurde von den Vilstalern mitgestaltet, welche lautstark von den Geisenhausenern unterstützt wurden.

Am Sonntag schließlich musste man früh aus den Federn, um rechtzeitig zum Frühschoppen vor der Festhalle spielbereit zu sein. Das Wetter spielte mit, und so konnten die Geisenhausener Musiker das Publikum bei strahlendem Sonnenschein mit bayerisch-böhmischen Klängen verwöhnen.

Nach dem wohlverdienten Mittagessen wohnte man noch der Neuuniformierung der Grasswiler bei und machte sich sodann auf den Nachhauseweg. Mit einem weiteren wunderschönen musikalischen Erlebnis im Gepäck konnten die Geisenhausener müde aber glücklich nach Hause kehren.

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